Die Verarbeitung der Abfälle (Recycling und/oder Entsorgung) ist zurzeit in drei technologisch verbundenen Anlagen durchgeführt. Jede von diesen drei Anlagen kann selbstständig funktionieren.

Dazu zählen:

Station für Wärmebehandlung der Abfälle (TOO) – Anlage, die zur thermischen Umwandlung und Wiederverwertung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen dient.

charakterystyka instalacji 1Anlageeigenschaften. Während der Wärmebehandlung der Abfälle werden auch alle schädlichen organischen Substanzen vernichtet. Dies geschieht dank hoher Temperatur und langer Brennzeit, sowie kontrollierter Zufuhr der Luftmenge. Die thermische Umwandlung wird im Zustand des sogenannten thermischen Gleichgewichts (konstante Temperatur sowie Über- und Unterdruck) durchgeführt. Im Laufe der Verbrennung reduziert sich die wesentliche Masse und das Volumen der schädlichen Substanzen, was dazu folgt, dass ungünstige Einflüsse auf Boden, Wasser, Luft und Atmosphäre minimalisiert werden. Auch die Abgase sind mehrstufig gereinigt, bis zulässige Parameter erreicht werden.

Im Jahre 2012 wurde in der Verbrennungsanlage eines der modernsten Systeme zur kontinuierlichen Messung der Abgasparameter eingeführt. Das System misst permanent jene Parameter wie: Staub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Chlorwasserstoff, Fluorwasserstoff, organische Substanzen, Geschwindigkeit des Abgasstroms, Temperatur und Abgasdruck. Das System ermöglicht ständige Qualitäts- und Volumenkontrolle der in die Atmosphäre emittierten Abgase.

Maximale theoretische Kapazität: 20.000t Abfall pro Jahr
Maximale praktische Kapazität: 16.000t Abfall pro Jahr

 

Die Station für Wiederverwertung und Lagerung von Abfallölen (SOMO) – Anlage, die zur Wiederaufbereitung und Wiederverwertung von Ölen aus öl-wässerigen Gemischen und zur weiteren Verwendung als Ersatzbrennstoff für die Verbrennungsanlage dient.

Die in Anlage SOMO verwendete Technologie ist mit der Isolierung in Lager-, Isolations- und Schlammbehältern verbunden. Nach der Gravitationstrennung in Lagerbehältern ist der mit Öl beschmutzte Abfall nach Zugabe von Deemulgierungsmitteln in zwei Isolationsbehälter geleitet. Diese werden mithilfe einer Heizspule dampferhitzt. Das abgetrennte Öl mit bis zu 10% Wassergehalt wird in die Distributionsbehälter gepumpt. Aus diesen Behältern kann das Öl zum Verkauf in Tankfahrzeuge gepumpt werden oder als Ersatzbrennstoff in der Anlage TOO benutzt werden. Das abgetrennte, verschmutzte Wasser wird in die Kläranlage der Ballastwässer (OWB) geleitet. Das behandelte Wasser wird in einem seperaten Tank gespeichert und als Kühlwasser für die Anlage TOO genutzt.

Maximale theoretische Kapazität: 5.000t Abfälle pro Jahr

 

Die Kläranlage der Ballastwässer (OWB) – Anlage, die zur Reinigung von flüssigen Abfällen, die infolge der Reinigung von Separatoren und Lagerungsbehältern für Erdölprodukte entstanden sind,  Abwässern von Produktionsbetrieben und verschmutzten Wässern aus technologischen Prozessen dient. Gleichzeitig werden Öle wiederverwertet oder in andere Anlagen als Kühlmittel eingespeist.

Das mit Öl verschmutze Wasser wird ca. 60 Tage in zwei Metallbehältern mit einem Gesamtvolumen von 40.000m3 gelagert. Während der Lagerung erfolgt die Sedimentierung des Öls und der festen Partikel von gereinigten Abwässern. Das Öl sammelt sich an der Oberfläche der Flüssigkeit und wird regelmäßig durch in verschiedenen Schichten installierte Leitungen entfernt. Die Partikel setzen sich am Boden der Tanks ab und werden dort bei der Reinigung entfernt.

Nach dem Prozess der Gravitationstrennung wird das behandelte Wasser in die Reinigungsanlage geleitet. In dieser erfolgt die mechanische Flotation. Die Anlage besteht aus einer vierschichtigen Flotationsmaschine mit vier Rotoren und Auflösungsmechanismen, die sich in der Reihe der separaten Zellen befinden. Während der Flotation wird das Wasser vom Großteil der in sich befindlichen Unreinheiten wie Öl und festen Partikeln gereinigt.

Der nächste Schritt in der Aufbereitung ist die Flokkulation. Hierbei wird nochmals das vorgereinigte Wasser von festen Partikeln und Ölen, die bei der mechanischen Flotation zurückbleiben, befreit. Zur Abtrennung dieser Mikroteilchen wird ein speziell vorbereitetes Gemisch von nichtorganischen chemischen Verbindungen und Polyelektrolyten verwendet.

charakterystyka instalacji 3Der letzte Prozess, dem die verschmutzte Flüssigkeit unterliegt, ist die Druckflotation. Sie setzt sich zum Ziel, das Abflusswasser infolge der Entfernung sowohl von Öl- als auch festen Partikeln zu reinigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird in den Teil des Abflusswassers aus der Flokkulationsmaschine die Luft mit vergrößertem Druck zugeführt. Das Wasser wird erneut in die Flokkulationsmaschine geleitet. Im Flotationsbecken erfolgt die Expansion der Luft unter Atmosphärendruck. Die vom Wasser abgeleitete Luft bildet kleine Bläschen, die sich an Partikel heften und diese an die Oberfläche befördern, wo sie anschließend abgeschöpft werden.

Die abgeleiteten Verschmutzungen sammeln sich als Rückstand oder fließen durch den Überlauf als Prozessschaum aus und sind in Behältern von Schaum und Schlamm angehäuft. Die Rückstände werden in der Station für Wärmebehandlung der Abfälle verbrannt und das gereinigte Wasser wird in der Verbrennungsanlage als Ergänzung des Wasserkühlkreislaufs und zur Kühlung der Abgase benutzt.

In der Anlage OWB werden auch Regenabwässer aus der Umgebung sowie aus befestigten Flächen und Abfalllagerungsplätzen und durch Reinigung der Verbrennungsanlage verschmutztes Wasser gereinigt.

Theoretische Kapazität der Wasseraufbereitung: 100.000t pro Jahr (inklusiv Sickerwasser aus anderen Stationen)
Praktische Kapazität: ca. 60.000t pro Jahr