historia port service 2Die Firma Port Service entstand im Jahre 1957 infolge der Ratifizierung des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt von 1954. Über zehn Jahre lang fungierte sie als genossenschaftliches Unternehmens der Meeresdienstleistungen, im Jahre 1973 wandelte sich aber in ein Staatsunternehmen um. Das oberste Ziel von Port Service war von Anfang an aktiver Schutz und Begrenzung der Verschmutzung der Ostsee, die die Werft, Häfen und Hafeninfrastruktur sowie Schifffahrt von Danzig und Gdynia verursachten.

Das Industrie-, Lagerungs- und Hafengebiet mit Serviceanlagen wurde künstlich an der Uferzone der Danziger Bucht gebildet. Während des Baus des Nordhafens von 1971 – 1972 wurde ein Wellenbrecher an der Nordseite erbaut und der daraus entstandene Wasserraum dann mit der Zeit mit Ruckständen von neuen Hafengewässern erfüllt. Zusätzlich wurde ein Damm infolge von der Verbreitung des Strandes errichtet.

Als erste auf dem neu gebildeten Damm entstand die Kläranlage der Ballastwässer (OWB), gebaut in den Jahren 1974 -1979 in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Techneco. Die Kläranlage entstand als integraler Teil des Nordhafens und wurde der Firma Port Service zur Verwaltung übergeben. Ihre ursprüngliche Bestimmung war der Empfang der mit Erdölprodukten und Erdöl beschmutzten Wässer. Aktuell wird sie als Kläranlage von industriellen Abwässern benutzt.

Die nächsten Anlagen zum Recycling und zur Entsorgung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen wurden schrittweise gebaut. An der Wende der 70er und 80er Jahre entstanden: Station für physikochemische Wiederverwertung von flüssigen Abfällen (UOP), Station für Wiederverwertung kontaminierter Böden und Bodensätze (UZGO) und Station für Wiederverwertung und Lagerung von Abfallölen (SOMO). Als letzte wurde die Anlage VORTEX gebaut. Sie wurde zur Verbrennung der in OWB entstandenen Abfälle benutzt und in dieser Form bis zum Ende des Jahres 2002 betrieben.

historia port service 1Am 30. September 1991 wurde das Unternehmen in die zur Staatskasse gehörende Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgestaltet und im Jahre 1996 ging es in das Eigentum des neuen Besitzers infolge der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung der Blum Beteiligungs-GmbH aus Melle über.

Die Station für Wärmebehandlung der Abfälle, in ihrer gegenwärtigen Form, wird seit 2003 benutzt. In den Jahren 2012 – 2015 investierte die Gesellschaft 12 Millionen PLN, um die Qualität und Funktionalität der Verbrennungsanlage zu verbessern. Zurzeit werden vom Vorstand weitere Maßnahmen geplant, die zur Modernisierung der Verarbeitungsprozesse von Abfällen beitragen sollen.